Wer schon einmal ein Ernährungstagebuch geführt hat, kennt das: Die ersten Tage klappt es, dann wird es lästig. Lebensmittel suchen, Portionen schätzen, Gramm eintippen. Nach einer Woche bleibt das Tagebuch leer. Das liegt selten am Willen, sondern fast immer am Aufwand beim Eintragen.
Genau da setzt unser Werkstatt-Projekt KI-MI an: ein Ernährungstagebuch, in das man einfach hineinspricht.
Die Idee: sprechen statt suchen
Statt Lebensmittel aus Listen herauszusuchen, sagt man der App, was es gab. Zum Beispiel: „Zum Abendessen 150 Gramm Lachs mit Kartoffeln und Spinat, dazu ein Glas Weißwein.“ Die App macht daraus eine saubere Liste mit Mengen und Nährwerten. Man prüft kurz, korrigiert bei Bedarf eine Zahl und speichert. Das dauert Sekunden statt Minuten.
So funktioniert die App
- Sprechen oder tippen. Auf dem Handy reicht das Diktat der Tastatur. Alternativ lässt sich das Essen fotografieren.
- Zerlegen. Eine KI erkennt im Satz die Lebensmittel, Mengen und Einheiten, zum Beispiel „eine Scheibe“ oder „ein Glas“.
- Nachschlagen. Die Nährwerte kommen nicht aus der KI, sondern aus einer geprüften Lebensmittel-Datenbank mit über 7.000 Einträgen.
- Prüfen. Wo die Menge nur geschätzt ist, steht das dran. Ein Fingertipp genügt, um sie zu ändern.
- Rückblick. Jeden Morgen gibt es eine kurze Rückmeldung zum Vortag mit zwei, drei konkreten Tipps, etwa: „200 g Skyr zum Frühstück bringen rund 22 g Eiweiß.“
Die wichtigste Entscheidung: Die KI rechnet nicht
KI-Modelle formulieren hervorragend, aber bei Zahlen liegen sie manchmal daneben. Deshalb haben wir die Aufgaben klar getrennt: Die KI versteht Sprache und schreibt die Tipps. Alle Zahlen rechnet die App selbst, aus der Datenbank und mit nachvollziehbaren Formeln. Findet die App ein Lebensmittel nicht, schätzt die KI die Werte, und der Eintrag wird als „geschätzt“ markiert.
Dieses Prinzip übertragen wir auf jedes Projekt: Die KI übernimmt, was sie gut kann, und überall sonst gelten feste Regeln. So bleiben Ergebnisse überprüfbar.
Was wir beim Bauen gelernt haben
- Einfach schlägt raffiniert. Wir wollten zuerst die Spracherkennung des Browsers nutzen. Auf dem iPhone ist das Diktat der Tastatur aber zuverlässiger, und alle kennen es schon.
- Gewohnheit entsteht durch Rückmeldung. Der Morgen-Rückblick ist der Grund, die App am nächsten Tag wieder zu öffnen.
- Klein anfangen. Bewegung und Fotos kamen erst dazu, als der Kern funktionierte. Erst wenn ein Schritt funktioniert, kommt der nächste.
- Keine App-Store-Hürde. KI-MI läuft im Browser und lässt sich wie eine App auf den Startbildschirm legen. Das spart Zeit und Kosten.
Was sich daraus übertragen lässt
KI-MI ist ein eigenes Projekt, kein Kundenauftrag. Das Muster dahinter passt aber überall, wo Menschen regelmäßig etwas festhalten sollen und es zu umständlich ist:
- Ernährungsberatung: Klientinnen und Klienten führen ihr Esstagebuch per Stimme. Sie sehen vor dem Termin, wie die Woche lief, und sparen sich das Abtippen von Zetteln.
- Physiotherapie und Prävention: Übungs- oder Schmerztagebuch zwischen den Terminen, mit Erinnerung und kurzer Rückmeldung.
- Onlinekurse und Coaching: Teilnehmende halten Fortschritte fest und bekommen zwischen den Modulen passende Impulse.
Solche Apps können in Ihrem Namen und Design erscheinen. Wichtig bei Gesundheitsthemen: Angaben zu Ernährung, Gewicht oder Beschwerden können Gesundheitsdaten sein, für die die DSGVO besonders strenge Regeln vorsieht. Für Kundenprojekte wählen wir Hosting und KI-Modell deshalb passend zu Ihren Anforderungen, auf Wunsch vollständig in der EU.
Die Idee vom Bierdeckel
Fast jedes Unternehmen hat sie: die Idee, die irgendwann auf einem Bierdeckel oder Notizzettel stand. „Man müsste mal eine App haben, mit der …“ Meist ist sie wieder verschwunden, weil eine eigene App teuer, langwierig und kompliziert klang.
Das hat sich geändert. Mit KI-gestützter Entwicklung entstehen kleine Apps heute in Tagen statt Monaten. Unser eigenes Projektboard war nach einem Arbeitstag im Einsatz. Ideen, die früher nie umgesetzt wurden, sind heute realistisch.
Deshalb unsere Einladung: Denken Sie ruhig groß.
- Was könnte Ihr Team gebrauchen? Was nervt jeden Tag, was wird auf Zetteln oder in Excel-Listen festgehalten? Zum Beispiel ein digitales Übergabebuch zwischen Schichten, ein Urlaubs- und Vertretungsplaner, ein Rechner für Angebote oder eine Übersicht über Geräte und Wartungstermine.
- Was wäre ein willkommenes, vielleicht sogar unerwartetes Extra für Ihre Kundschaft? Zum Beispiel ein Übungsprogramm für zu Hause nach der Physiotherapie, ein Pflegeplan für die neue Küche vom Handwerksbetrieb, ein Portal mit allen wichtigen Infos zum Haus für Mieterinnen und Mieter oder ein Begleiter zwischen den Modulen eines Onlinekurses.
Ob als Web-App im Browser oder als App im App Store und bei Google Play: Gemeinsam finden wir die Form, die zu Ihrer Idee und Ihrem Budget passt. Holen Sie den Bierdeckel also ruhig wieder hervor.
Ihre Idee?
Mehr Bilder und weitere Projekte finden Sie in unserer Werkstatt. Und wenn Sie eine eigene Idee haben, ob Tagebuch, Checkliste oder kleines Kundenportal: Im kostenlosen Erstgespräch (30 Minuten) sagen wir Ihnen ehrlich, ob sich eine eigene App lohnt.